Demenz – Therapie und Behandlung
Inhalt dieser Weiterbildung
Die sozioemotionale Demenz-Welt stellt uns vor die Herausforderung, hinsichtlich unserer Deutung, Beobachtung und Reaktionsweise andere Verhaltensmaßstäbe anzuwenden, als wir es bei anderen Krankheitsbildern gewohnt sind (z. B. Lachen bedeutet bei Demenz nicht automatisch Freude). Vermittelt werden Möglichkeiten, einen stabilen Kontakt zum Erkrankten aufzubauen, mit plötzlichen Stimmungsschwankungen des Erkrankten umgehen, therapeutische Interventionen bedarfsgerecht und ggf. jederzeit adaptierbar anwenden. Als Betreuer lernst du, zu dem Erkrankten eine partnerschaftliche Beziehung aufzubauen, welche Voraussetzung für eine erfolgreiche, fachlich adäquate Behandlung ist.
Inhalte der Fortbildung:
- Vorstellung der häufigsten Krankheitsbilder der Demenz
- affektiv instabiles Verhalten (Weinen, Aggression, Angst) deuten und korrigieren
- Gesprächsführung und Kommunikationsformen mit Dementen
- Hirnleistungstraining im Alltag
- Aufbau einer tragfähigen Beziehung als Grundvoraussetzung für Demenzbehandlung
- Orientierungshilfen für Demente (mehr innere als äußere Orientierungshilfen)
In diesem Seminar lernst du, eigenes Verhalten im Patientenumgang zu reflektieren und ggf. den Bedürfnissen sowie Zielen anzupassen. Die Bereitschaft, die eigene Persönlichkeit in den Kontakt mit dem Erkrankten einfließen zu lassen, ist eine sinnvolle und für beide Seiten bereichernde Beziehungsgestaltung. Du kannst die eigene Verhaltensweise im Kontakt mit dem Dementen reflektieren und ggf. der Situation anpassen, damit eine für den Erkrankten angstfreie Atmosphäre besteht.
Ziel des Seminares ist, unter Berücksichtigung fachlicher Standards eine von Innovation und menschlich-empathischer Haltung zu der Arbeit mit Demenz zu entwickeln, also weg vom Thema Krankheit Demenz hin zum Thema Partnersein bei Demenz.