Demenz – Die Rolle der Körperwahrnehmung
Inhalt dieser Weiterbildung
„Hilf mir, mich selbst zu spüren!“ Aufgrund des demografischen Wandels begegnet man immer mehr schwer demenzkranken Menschen mit Störungen der Körperwahrnehmung. Auffälliges Verhalten wie Autostimulationen stellt Angehörige und Pflegende vor Herausforderungen. Die Ergotherapie kann hier unterstützen, indem sie das Konzept von Gudrun Schaade nutzt, um die Körperwahrnehmung zu verbessern und den Erkrankten zu ermöglichen, sich besser zu spüren. Dies führt häufig zu einer Reduktion von auffälligem Verhalten und einer Milderung des Leidensdrucks.
Zum Einsatz kommen therapeutische Konzepte wie Basale Stimulation, Affolter, Sensorische Integration und Kinästhetik, wobei die Hände eine zentrale Rolle spielen. Selbsterfahrung und theoretischer Input wechseln sich ab. Bezugsquellen für geeignetes Therapiematerial werden aufgezeigt, ebenso wie die Möglichkeit, einige Materialien mit einfachen Mitteln selbst herzustellen. Die Therapie kann als Einzel- oder Gruppentherapie durchgeführt werden.