Trauma und PTBS im Kontext chronischer Schmerzen
Inhalt dieser Weiterbildung
Chronische Schmerzen gehören zu den komplexesten Herausforderungen in der Physiotherapie und Ergotherapie. Diese Fortbildung vermittelt ein fundiertes, praxisnahes Verständnis dafür, wie Trauma und PTBS chronische Schmerzen aufrechterhalten oder verstärken können, und zeigt therapeutisch sichere Wege auf, professionell in diesem komplexen Feld zu arbeiten.
Ziel der Fortbildung
- Traumabezogene Muster bei chronischen Schmerzpatienten erkennen
- Befund und Assessment gezielt erweitern
- Therapeutische Interventionen sinnvoll anpassen
- Überforderung, Retraumatisierung und Sackgassen vermeiden
- Patienten ganzheitlich begleiten ohne psychotherapeutische Rollen zu übernehmen
Inhalte
- Theoretische Grundlagen zu Trauma und PTBS aus neurophysiologischer Sicht
- Unterschied zwischen akuter Belastung, Entwicklungstrauma und PTBS
- Zusammenhang von Trauma, Stress und chronischem Schmerz
- Autonomes Nervensystem, Schutzreaktionen und Daueranspannung
- Befund und Assessment: erweiterte Anamnese, Beobachtung von Atem, Muskeltonus, Bewegung und Reaktionen
- Differenzierung struktureller, funktioneller und neurovegetativer Faktoren
- Therapie und Behandlung: Sicherheit, Stabilisierung, Dosierung von Berührung, Bewegung und Reizen
- Umgang mit Übererregung, Dissoziation und Schmerzspitzen
- Atem-, Wahrnehmungs- und Regulationsansätze
- Integration traumabezogener Aspekte in den Therapiealltag
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Weiterverweisung
Für wen ist diese Fortbildung geeignet?
Therapeutinnen und Therapeuten, die regelmäßig mit chronischen oder therapieresistenten Schmerzen, komplexen Beschwerdebildern, psychosomatischen Zusammenhängen sowie hochbelasteten oder traumatisierten Patienten arbeiten.