Interaktionelle Therapie bei komplexen Sprachentwicklungsstörungen
Inhalt
Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen zeigen häufig Auffälligkeiten auf vielen Ebenen. Neben Defiziten im Wortschatz, Störungen im Bereich der Grammatik, der Aussprache und des Sprachverstehens zeigen sich auch Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme, der Beziehungsregulation, im Spiel und im Verhalten des Kindes. Die Planung der logopädisch-therapeutischen Intervention erfordert neben einer entwicklungsbasierten Diagnostik ein klares entwicklungsorientiertes Vorgehen, welches nur durch kleinschrittiges therapeutisches Planen möglich ist. Der Fokus in der Wahl der ersten therapeutischen Schritte ist häufig schwierig, jedoch ist der Erfolg in der Therapie wesentlich von der Wahl des Therapieeinstiegs abhängig. Unterschiedliche sprachliche Fähigkeiten beeinflussen und bedingen sich gegenseitig, ein kleinschrittiges und gezieltes Abstufen therapeutischer Schwerpunktsetzungen ist unabdingbar.
Der interaktionelle Therapieansatz zielt auf therapeutische Planung und Durchführung ab, die sich an natürlichen Interaktionsmustern und der entwicklungschronologischen Strukturierung von Therapieschritten orientiert. Die Therapie ist alltagsorientiert und erfordert eine enge Einbindung der Bezugspersonen.
Im Rahmen dieses Seminars werden anhand von Videodemonstrationen Kinder mit schweren Sprachentwicklungsstörungen vorgestellt und deren Entwicklungsprofil gemeinsam diskutiert. Der Fokus liegt in der Planung von logopädisch-therapeutischen Schritten und deren Umsetzung mittels therapeutischer Angebote im interaktionellen Kontext sowie in der Beratung der Bezugspersonen.
Seminar-Setting
Sie werden mit Bild und Ton zugeschaltet und können sowohl mit dem Dozierenden als auch mit anderen Teilnehmenden kommunizieren.
Technische Voraussetzungen
Empfohlen wird die Teilnahme mit Laptop oder Computer, zusätzlich Kamera/Webcam und ggf. Kopfhörer/Headset.