Funktionelle und therapeutische Elektrostimulation in der neurologischen Rehabilitation
Kursziel
Ziel des Seminars ist es, fundierte Kenntnisse in der Diagnostik und Therapie von Patientinnen und Patienten mit peripheren und zentralen Paresen mittels Elektromyostimulation (EMS) bzw. neuromuskulärer Elektrostimulation (NMES) zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernen, verschiedene Verfahren indikationsgerecht auszuwählen und sicher anzuwenden.
Lernziele
Theoretische und praktische Kenntnisse über therapeutische und funktionelle Elektrostimulation in der Neurorehabilitation. Praxisnahe Anwendung verschiedener Stimulationsverfahren.
Hintergrund
EMS und NMES sind bewährte Verfahren zur Behandlung von Struktur-, Funktions- und Aktivitätsdefiziten bei Schädigungen des unteren oder oberen Motoneurons. Anwendungsbeispiele umfassen Fazialisparese, Fußheberstimulation, Hemiplegie, Multiple Sklerose und Schädel-Hirn-Trauma.
Lehrplan
- 40 % Theorie / 60 % Praxis
- Grundlagen der Elektrostimulation: Geschichte, Wirkprinzipien, Indikationen, Kontraindikationen, Stimulationsparameter
- Unterschiede zwischen Stimulation peripherer und zentraler Paresen
- EMG- und sensorgesteuerte Elektrostimulation
- integrierte funktionelle Elektrostimulation (iFES)
- Therapeutisch alltagsrelevantes Training mit Elektrostimulation
- Reflexbasierte Elektrostimulation
- Kombinationstherapien und spinale Stimulationsmethoden
- Funktionelle Elektrostimulation zur Wiederherstellung der Greif- und Loslassfunktion der oberen Extremität
- Funktionelle Elektrostimulation zur Verbesserung des Gangbildes
Lehrmaterial
Ein Skript wird etwa eine Woche vor Kursbeginn per E-Mail zugesandt.
Dozent
Jürgen Kraus, Physiotherapeut