Die klinischen Bilder der Zerebellären Ataxie
Kursziel
Die Teilnehmenden kennen evidenzbasierte Therapieansätze im Kontext der Ataxie, neurophysiologische Funktionsweisen des Zerebellären Systems, pathophysiologische Mechanismen der Ataxie, eine differenzierte Befunderhebung bei Patienten mit Ataxie, die deutschsprachige Version des Assessments SARA, die differenzierte Anwendung von Hands-off und Hands-on bei Menschen mit Zerebellären Ataxie sowie die Begründung, warum das „Wackeln lassen“ des Menschen mit Ataxie zielführend sein kann.
Hintergrund
Zur Ataxie gibt es klinische Tests wie den Rebound Test oder den Finger-Nase-Versuch. Dieses Seminar vermittelt, welche therapeutischen Schlüsse daraus gezogen werden können und bietet Sicherheit in Befunderhebung, Studienlage, Anwendung des Assessments SARA und Behandlungsansätzen.
Lehrplan
40% Theorie und 60% Praxis: Klärung und Definition der Begriffe Ataxie, Posturale Kontrolle, Gleichgewicht, Koordination, neuromuskuläre Aktivität; Neurophysiologie des Zerebellären Systems; Neuropathologie der klinischen Formen der Zerebellären Ataxie; Therapieansätze; Befundsystem (Algorithmus) zur Zerebellären Ataxie; klinische Muster anhand von Bildern und Videos; Externer Fokus/Cues; aktivitätsorientierte Therapie im Hands-off Kontext; Sinn von Vibration.
Lehrmaterial
Skript mit Anhängen und Literaturnachweis; auf Wunsch Videos und Studien auf USB-Stick; Filmen und Fotografieren mit Smartphone ist erwünscht.
Dozent
Christoph Hofstetter, B.Sc. Physiotherapeut mit Schwerpunkt Neurorehabilitation, B.Sc. Andragogik, Klinischer Supervisor, Entwickler des SMART-Handlungskonzeptes