Frühphase nach Schlaganfall – Stroke Unit, Intensivstation, Frührehabilitation
Kursziel
In den letzten Jahren haben sich viele wissenschaftliche Arbeiten mit der Fragestellung befasst, welche Behandlungsansätze in der Frühphase sinnvoll und welche sogar kontraproduktiv sind. In diesem Kurs werden Ergebnisse dieser Studien aufgezeigt und mögliche Therapieempfehlungen gemeinsam kritisch betrachtet.
Lernziel
Sie erhalten praktische Anwendungsbeispiele und Therapieanregungen für den Patienten und sein Umfeld. Sie können nach dem Kurs sofort das Gelernte in die Praxis umsetzen, mit Verständnis für den theoretischen Hintergrund.
Hintergrund
Während der Akutphase und Frührehabilitation nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma (SHT), Hirnblutung werden Patienten von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden engmaschig betreut. Allgemeine Ziele sind die frühestmögliche Mobilisation und das Wiedererlangen der größtmöglichen Selbstständigkeit für die Patienten. Konkrete Richtlinien und Therapiestandards sind für diesen Bereich allerdings kaum zu finden.
Lehrplan
40% Theorie, 60% Praxis. Neben den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Themen der Plastizität des Gehirns und des motorischen Lernens sowie motorischer Kontrolle bietet der Kurs auch praxisnahe Beispiele und Behandlungsansätze zu den speziellen Herausforderungen, die die Frühphase bietet, wie z.B. starke Bewusstseinseinschränkungen, posturale Kontrolle, Gleichgewicht, Kontrakturprophylaxe, Basale Stimulation, Neglect, Apraxie und Aphasie. Der Kurs richtet sich an Physiotherapeuten und Ergotherapeuten, die mit Schlaganfallpatienten in der Akutphase (Stroke Unit, Intensivstation) und den Phasen der Frührehabilitation (A, B, C-Klinik/Hausbesuch) arbeiten.
Lehrmaterial
Sie erhalten ein Skript.
Dozent
Lehrteam NEKU