Phytotherapie in der Physiotherapie – Klinische Anwendung und therapeutische Entscheidungsfindung
Phytotherapie in der Physiotherapie
Die Phytotherapie gewinnt zunehmend an Bedeutung als wissenschaftlich fundierte Ergänzung innerhalb physiotherapeutischer und manualtherapeutischer Konzepte. Vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparates, entzündlichen Erkrankungen sowie vegetativen Regulationsstörungen eröffnen pflanzliche Arzneimittel vielseitige therapeutische Möglichkeiten.
Diese modulare Fortbildung vermittelt umfassende Kenntnisse aus Pharmakologie, Biochemie und klinischer Praxis, um phytotherapeutische Maßnahmen gezielt in die physiotherapeutische Behandlung zu integrieren. Ziel ist es, nicht nur die Anwendung pflanzlicher Wirkstoffe zu beherrschen, sondern auch deren Wirkprinzipien zu verstehen, rechtlich korrekt einzuordnen und evidenzbasiert einzusetzen.
Struktur der Weiterbildung
Die Weiterbildung ist in aufeinander abgestimmte Module gegliedert und verbindet theoretisches Wissen mit praxisnaher Anwendung. Insgesamt umfasst die Reihe vier Module mit jeweils 2,5 Tagen Dauer (gesamt 10 Fortbildungstage). Jedes Modul ist separat buchbar und in sich abgeschlossen, baut jedoch thematisch auf den vorherigen Inhalten auf.
Modul 3: Klinische Anwendung & therapeutische Entscheidungsfindung
Dieses Modul überträgt die biochemischen Grundlagen pflanzlicher Wirkstoffe in konkrete klinische Entscheidungsprozesse innerhalb der physiotherapeutischen Behandlung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie phytotherapeutische Anwendungen sinnvoll und situationsbezogen in bestehende Therapiekonzepte integriert werden können.
Die Teilnehmenden lernen, pflanzliche Wirkstoffe indikationsbezogen auszuwählen und ihre Anwendung in unterschiedlichen klinischen Situationen zu beurteilen. Dabei werden sowohl akute als auch chronische Entzündungsprozesse betrachtet und in Zusammenhang mit typischen physiotherapeutischen Beschwerdebildern eingeordnet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gewebespezifischen Betrachtung von Muskel, Sehne, Faszie und Gelenk. Es wird erläutert, welche Wirkstoffgruppen in den jeweiligen Gewebestrukturen sinnvoll eingesetzt werden können und welche Effekte auf Mikrozirkulation, Stoffwechsel und vegetative Regulation zu erwarten sind.
Darüber hinaus werden Aspekte der Sicherheit behandelt, darunter mögliche Wechselwirkungen, Kontraindikationen und Risikogruppen. Auch Kriterien für eine nachvollziehbare und evidenzorientierte Auswahl geeigneter Präparate werden besprochen. Ziel des Moduls ist es, phytotherapeutische Anwendungen strukturiert und verantwortungsvoll in physiotherapeutische Behandlungskonzepte zu integrieren.
Kursinhalte
- Indikationsbezogene Wirkstoffauswahl
- Akute und chronische Entzündungsprozesse
- Gewebespezifische Betrachtung von Muskel, Sehne, Faszie und Gelenk
- Mikrozirkulation und vegetative Regulation
- Sicherheit, Wechselwirkungen und Kontraindikationen
- Evidenzbasierte Präparateauswahl
- Integration phytotherapeutischer Anwendungen in physiotherapeutische Behandlungskonzepte
Format und Durchführung
Der Kurs wird im hybriden Format durchgeführt (Online & Präsenz). Die Durchführung erfolgt über die Plattform Zoom. Praktische Inhalte werden visuell demonstriert, Online-Teilnehmende können aktiv am Unterricht teilnehmen und Fragen stellen.
Termine und Ort
28. Oktober 2026, 09:00–17:00 Uhr
29. Oktober 2026, 09:00–17:00 Uhr
Online oder Präsenz
Preis
320,00 €
Zielgruppe
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Heilpraktiker, Logopäden, Masseure und medizinische Bademeister
Fortbildungspunkte
20 Fortbildungspunkte
Dozentin
Bianca Ferber