Intensivkurs Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Kommunikation mit Gebärden ermöglichen
Die Relevanz der Deutschen Gebärdensprache (DGS) hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dabei ist sie nicht nur wertvoll für schwerhörige und taube Menschen, sondern kann auch eine gute Unterstützung für Kinder bieten, deren Zugang zur Lautsprache erschwert ist. Zentral in diesem praxisorientierten Intensivkurs ist der Erwerb eines soliden Gebärdenwortschatzes der DGS aus unterschiedlichen Wortschatzfeldern.
Der Kurs erläutert zuvor ausführlich die theoretischen Grundlagen. Die Unterschiede zwischen DGS, Lautsprachbegleitendem Gebärden (LBG), Lautsprachunterstützendem Gebärden (LUG), Unterstützter Kommunikation (UK), Gebärdenunterstützter Kommunikation (GUK) und Babysign werden dargelegt und die sinnvollen Anwendungsbereiche daraus abgeleitet. Darüber hinaus wird vermittelt, worauf beim Einsatz von Gebärden geachtet werden muss und wie geeignete Kommunikationsbedingungen für gebärdensprachorientierte Menschen geschaffen werden können. Auf Anwendungsebene lernen die TeilnehmerInnen unter anderem, wie Bücher mit Gebärden vorgelesen werden können, welche geeigneten Materialien im Bereich der DGS bereits vorhanden sind und wie Gebärden Kindern spielerisch nähergebracht werden können.
Zielgruppe
LogopädInnen, SprachtherapeutInnen, PatholinguistInnen, ErzieherInnen, Lehrkräfte, EinzelfallhelferInnen, pädagogische Fachkräfte, Ergo- und PhysiotherapeutInnen
Seminar-Setting
Online mit Bild und Ton, Interaktion mit Dozierenden und anderen Teilnehmenden.
Technische Voraussetzungen
Teilnahme empfohlen mit Laptop oder Computer, Kamera/Webcam und ggf. Kopfhörer/Headset.
Literatur
- Becker & Jaeger (2019): Deutsche Gebärdensprache. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
- Eichmann, Hansen & Heßmann (2012): Handbuch Deutsche Gebärdensprache. Sprachwissenschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven. Seedorf: Signum Verlag.