Das Kiefergelenk in Korrelation zur cranio-sakralen Achse – Ganzheitliche Zusammenhänge verstehen und therapeutisch nutzen
Beschreibung
Das Kiefergelenk steht in enger Verbindung zur cranio-sakralen Achse und beeinflusst weit mehr als nur die Funktion des Kauapparates. Spannungen im cranio-mandibulären System wirken auf Schädelbasis, Wirbelsäule, Zwerchfell und Becken – und umgekehrt. Für die ganzheitliche Manualtherapie eröffnet das Verständnis dieser Zusammenhänge neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten.
Dieses Seminar vermittelt fundierte anatomische und funktionelle Grundlagen sowie sanfte, effektive Behandlungstechniken. Ziel ist es, das Kiefergelenk nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines komplexen Spannungs- und Regulationssystems im Körper zu verstehen.
Inhalte des Seminars
- Anatomie und Biomechanik des Kiefergelenks (TMG)
- Verbindung von Mandibula, Schädelbasis und HWS
- Faszien- und Muskelketten zwischen Kiefer, Zunge, Zwerchfell und Becken
- Die cranio-sakrale Achse: Schädel – Dura – Sakrum
- Einfluss des Kiefergelenks auf Haltung, Atmung und vegetatives Nervensystem
- Wechselwirkungen zwischen Stress, Bruxismus und cranialen Spannungsmustern
- Befund und palpatorische Wahrnehmung im cranio-mandibulären System
- Manuelle und cranio-sakrale Techniken für Kiefer, Schädel und Sakrum
- Integration in die physiotherapeutische Behandlung
Praktische Schwerpunkte
- Palpation des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur
- Arbeit an Os temporale, Os sphenoidale und Schädelbasis
- Zungenbein und suprahyoidale Strukturen
- Duraler Zusammenhang zwischen Okziput und Sakrum
- Entlastungstechniken für Kiefer und cranio-sakrale Achse
- Regulation über Atmung und sanfte Impulse
Ziele
- Funktionelle Zusammenhänge zwischen Kiefer und cranio-sakralem System verstehen
- CMD und craniale Spannungsmuster differenzierter betrachten
- Sicherheit im palpatorischen Befund gewinnen
- Sanfte, effektive Techniken für den Praxisalltag erlernen
- Ganzheitliche Behandlungskonzepte erweitern
Ein Seminar für Therapeut:innen, die das Kiefergelenk nicht isoliert behandeln, sondern als Schlüsselstruktur innerhalb der cranio-sakralen und posturalen Organisation des Körpers verstehen möchten.