Das Beckenschmerzsyndrom des Mannes – Fokus Prostata
Beschreibung
Chronische Beckenschmerzen beim Mann sind häufig komplex, vielschichtig und therapeutisch herausfordernd. Beschwerden im Bereich der Prostata stehen oft im Mittelpunkt – doch selten liegt die Ursache ausschließlich im Organ selbst. Faszien, Beckenboden, Nervensystem, Wirbelsäule und vegetative Regulation bilden ein eng vernetztes System, das in der Therapie differenziert betrachtet werden muss.
Dieses Seminar vermittelt ein fundiertes Verständnis für das männliche Beckenschmerzsyndrom und verbindet urologische Grundlagen mit manualtherapeutischen, faszialen und neurofunktionellen Ansätzen.
Inhalte des Seminars
- Anatomie und Funktion der Prostata
- Neuroanatomie des männlichen Beckens
- Das chronische prostatitis-/Beckenschmerzsyndrom (CPPS) verstehen
- Rolle von Beckenboden, Faszien und Viszera
- Zusammenhang mit LWS, ISG und Hüfte
- Einfluss von Stress und vegetativem Nervensystem
- Schmerzphysiologie und zentrale Sensibilisierung
- Sexualfunktion und urogenitale Beschwerden
- Interdisziplinäre Betrachtung (Urologie, Osteopathie, Physiotherapie)
Praktische Schwerpunkte
- Palpation und funktioneller Befund des männlichen Beckens
- Beckenbodenregulation und Tonusarbeit
- Myofasziale Techniken im Becken- und Lumbalbereich
- Viszerale Ansätze für Blase und Prostataumfeld
- Arbeit an Zwerchfell und Atmung
- Nervale Mobilisation (Pudendus, vegetative Einflüsse)
- Schmerzmodulierende und regulierende Techniken
- Gesprächsführung und sensibler Umgang mit Betroffenen
Ziele des Seminars
- Sicherheit im Umgang mit männlichen Beckenschmerzpatienten gewinnen
- Die Rolle der Prostata im Gesamtsystem verstehen
- Differenzierte Befundstrategien entwickeln
- Ganzheitliche Therapiekonzepte für chronische Beschwerden anwenden
- Mehr Klarheit und Struktur in komplexen Schmerzverläufen erhalten
Ein Seminar für Therapeut:innen, die männliche Beckenschmerzen nicht isoliert betrachten, sondern funktionell verstehen und nachhaltig behandeln möchten.