Mut heißt machen: Kindern mit selektivem Mutismus ins Sprechen helfen
Seminarinhalt
Kinder mit selektivem Mutismus leiden unter einer Angststörung, die eine massive Kommunikations- und Sprechblockade bewirkt. Betroffene können meist zuhause und mit vertrauten Personen sprechen, bringen aber in sozialen Situationen, in denen Sprechen erwartet wird – z.B. im Kindergarten oder in der Schule kein Wort heraus. Therapeut:innen, Eltern und Lehrpersonen stellt das schweigende Verhalten vor große Herausforderungen.
Grundlage des Seminars ist das verhaltenstherapeutische Konzept der Parent-Child-Interaction Therapy Adapted for selective Mutism (PCIT-SM). Um miteinander die Techniken dieses Ansatzes zu üben, legen sich die Teilnehmenden bitte Spielzeug parat, das sich zum Freispiel eignet – z.B. Lego, Bausteine oder Knete. Der Kurs ist geeignet für Therapierende, Lehrpersonen und Eltern, die ein Kind im Alter von 3 bis 11 Jahren unterstützen, das selektiven Mutismus hat.
Aufbau
- Was Selektiver Mutismus ist
- Welche Mythen sich um das Störungsbild ranken
- Woher der selektive Mutismus kommt und warum das Schweigen oft so hartnäckig ist
- Welche Aspekte bei der Diagnose eine Rolle spielen
- Wie die Kontaktaufnahme günstig gestaltet werden kann
- Welche spezifischen Kommunikationsmethoden helfen, um das Sprechen zu stärken
- Wie wir neue Personen in den Sprechzirkel einführen (Fading-in)
- Welche Rolle die in vivo Arbeit spielt (Expositionen)