Kritisch in der Dysphagietherapie – Alte und neue Methoden auf dem Prüfstand
Seminarinhalt
Das Seminar adressiert ein zentrales Problem in der Dysphagietherapie: Viele therapeutische Entscheidungen basieren noch immer auf verallgemeinerten Annahmen, Routinen oder Mythen – etwa das angedickte Flüssigkeiten immer sicherer sind. Das Seminar löst das Problem von unscharfen, nicht ausreichend evidenzbasierten Entscheidungsfindungen und ersetzt sie durch reflektiertes, patientenzentriertes Vorgehen. Du hinterfragst gängige Standards wie angedickte Getränke oder Chin Tuck nicht nur theoretisch, sondern lernst, wann sie sinnvoll sind und wann nicht. Der große Gewinn liegt in der Verbindung aus externer und interner Evidenz, um präzisere individuell angepasste Therapie zu entwickeln.
Aufbau
Das Seminar startet mit der kritischen Reflexion gängiger Behandlungsoptionen wie Andicken und Chin Tuck und ordnet diese anhand aktueller Evidenz und klinischer Erfahrung ein. Darauf aufbauend werden differenzierte, patientenzentrierte Therapieansätze entwickelt. In virtuellen Fallbeispielen wird das Wissen direkt angewendet, reflektiert und in den Praxisalltag übertragen.
Lernziel
Besonders wertvoll für alle Menschen rund um die Behandlung der Dysphagien. Hier lernst du: Klinisches Denken zu trainieren, Entscheidungen durchzuspielen, Unsicherheiten zu reflektieren und neue Ansätze direkt anzuwenden. Das stärkt nicht nur dein Fachwissen sondern vor allem deine klinische Handlungsfähigkeit im Alltag. Du behandelst danach weniger nach Schema und mehr nach Verständnis.
Gut zu wissen
Skript, Präsentation von Patient*innenvideos und FEES Videos werden bereitgestellt.
Teilnehmerbescheinigung-Inhalte
- Reflexion alter Therapiemethoden (restituierend, adaptierend, kompensatorisch), wie bspw. Chin Tuck, Sprechen von /k/-Lauten oder Schluck-Manöver
- Reflexion neuerer Therapiemethoden wie EMST, Capsaicin, Skill-Training in der Dysphagietherapie
- Fallbeispiele und Gruppenarbeit