Aktivitätenorientierte Aphasietherapie bei schweren und mittelschweren Störungen
Inhalt
In dem Seminar wird der aktivitätenorientierte Ansatz der Aphasietherapie vorgestellt. Die Übungssequenzen bestehen aus situationseingebetteten sprachlichen Funktionsübungen und sich anschließenden kommunikativen Aktivitätenübungen.
Die vorgestellten Didaktisierungen beziehen sich auf die Behandlung schwerer und mittelschwerer Aphasien und berücksichtigen die besonderen sprachlichen und neuropsychologischen Einschränkungen der Betroffenen. Im theoretischen Teil der Fortbildung werden die für ein begründetes therapeutisches Handeln notwendigen neurolinguistischen, neurophysiologischen, neuropsychologischen und didaktisch-methodischen Grundlagen besprochen. Ebenso kommen wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeitsprinizipien für die Aphasietherapie zur Sprache. Im praktischen Teil lernen die TeilnehmerInnen ein auf den theoretischen Grundlagen basierendes, begründetes Übungsgeschehen kennen und erfahren, welche Übungen für die Therapie schwerer und mittelschwerer Aphasien und ihrer diversen Störungsschwerpunkte geeignet sind.
Zielgruppe
Alle Fachpersonen, die sich beruflich mit Aphasietherapie beschäftigen, auch ErgotherapeutInnen, sind willkommen.
Sonstiges
Bitte bringen Sie Farb- oder Markierstifte in den Farben Gelb, Rosa, Lila, Blau, Grün mit zum Seminar.
Lehrende
Ingrid Weng, Klinische Linguistin (BKL), Sprachdidaktikerin
Literatur
- Weng, I. (2022). Die formelhafte Sprache als Ressource für die Therapie schwerer Aphasien. Die Bedeutung rechtshemisphärischer Prozesse für die Aphasieremission. In: Forum Logopädie 36 (2), 14-21.
- Weng, I. (2024). Aphasietherapie – Aktivitätenorientierter Ansatz. Theorie und Praxis. Springer, Berlin.