Erzählen als Spracherwerbsstrategie
Erzählen als Spracherwerbsstrategie
Erzählen besteht aus dem Zusammenwirken von vielfältigen, komplexen Kompetenzen (Interaktions- und Weltwissen, sprachliches Wissen, Erinnerungsvermögen) und wird direkt von der emotionalen Situation des erzählenden Kindes beeinflusst.
Im ersten Teil der Fortbildung werden die Erzählentwicklung von unauffälligen Kindern beschrieben und diagnostische Möglichkeiten davon abgeleitet. Es wird aufgezeigt, welche Bereiche besonders für Kinder mit Schwierigkeiten im Spracherwerb herausfordernd sind.
Anhand von Videobeispielen werden im zweiten Teil Einblicke in die therapeutische Arbeit mit Kindergartenkindern, Schulkindern und Kindern mit Entwicklungsverzögerungen gegeben. Es wird gezeigt, wie das Freispiel die Aspekte des Erzählens vorbereitet.
Die praktische Arbeit mit dem Papiertheater (Kamishibai) wird im dritten Teil als therapeutische Möglichkeit vorgestellt. Im Vordergrund steht dabei das „Selbst” eines jeden Erzählers mit seinen eigenen Geschichten. Die zentrale Bedeutung der Zuhörenden wird hervorgehoben. Denn ohne Zuhörende gibt es keinen Anlass, etwas zu erzählen. Durch das Schaffen von Erzählräumen werden die Kinder dabei unterstützt, sich selbst als erzählend zu erleben und Erzählfreude zu entwickeln.
Voraussetzung: Vorwissen aus der Entwicklungspsychologischen Therapie für den Bereich Spielentwicklung ist empfehlenswert.
Seminarinformationen
- Ort: Köln
- Datum: 12.02.2027 - 13.02.2027
- Dauer: 2 Tage
- Preis: 320,00 €
- Fortbildungspunkte: 14
- Theorie: 7 UE
- Praxis: 7 UE
Dozentin
Antje Voß, Logopädin mit 22 Jahren Erfahrung in der logopädischen Therapie, spezialisiert auf Kommunikation und Spracherwerb bei Kindern.