Pädagogische Arbeit mit jungen Kindern und ihren Verhaltensweisen aus dem Autismusspektrum
Inhalt dieser Weiterbildung
Ziel einer jeden Förderarbeit ist es, die Möglichkeitsräume zwischen Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen zu erweitern und Teilhabe zu ermöglichen. Dies stellt eine besondere Schwierigkeit dar, wenn in dieser Begegnung der soziale Schmierstoff zu fehlen scheint und Kinder kommunikative und soziale Reize ganz anders verarbeiten, als wir das gewohnt sind. Die Arbeit scheint hier den Lohn zu entbehren, den wir sonst im Kontakt mit Kindern erfahren. Umgekehrt wirken freundliche Reaktionen, Lob und Nähe für manche Kinder in keiner Weise motivierend, sondern eher bedrohlich oder machen sie hilflos. Dennoch suchen die Kinder Kontakt zum Gegenüber, scheitern aber immer wieder am Wie. So ergibt sich eine hoch angespannte Gemengelage aus enttäuschten Erwartungen auf allen Seiten, falsch interpretierten sozialen Signalen, fehlender Entspannung sowie wachsender Aggression. Eine Idee davon, wie sich solche Systeme positiv beeinflussen lassen, wollen wir gemeinsam entwickeln. Gemeinsam werden wir einen knappen theoretischen Einblick in die relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse nehmen, um ein erstes Verständnis für ASS zu bekommen. Anschließend werden wir dann anhand der unterschiedlichen Förderbereiche Interventionen erarbeiten, die nicht defizitorientiert am Kind, sondern partizipationsorientiert im Umfeld stattfinden.