Die Körperwahrnehmung und sensomotorische Entwicklung fördern
Inhalt dieser Weiterbildung
Die Körperwahrnehmung ist die Grundlage der psychischen und sensomotorischen Entwicklung von Säuglingen und Kindern. Das sogenannte Körperschema ermöglicht Kindern ihre Bewegungsfähigkeit sowie die Entdeckung der Umwelt mit räumlicher Orientierung. Die Körperwahrnehmung beginnt früh im Mutterleib und setzt sich fort in der Säuglingsphase in enger Körperinteraktion mit den Eltern.
Eine besondere Gruppe von Heranwachsenden erfährt jedoch Störungen im Prozess ihrer Wahrnehmungsentwicklung mit Auswirkungen auf ihre Kindheit und Jugend. Es sind Kinder mit genetischen Syndromen und neurologischen Erkrankungen, Frühgeborene und Kinder mit Muskelhypotonie oder muskulärer Hypertonie, Menschen im Autismus-Spektrum, mit motorischer Unruhe (ADHS) oder psychosozialer Vernachlässigung.
Das Seminar vermittelt Grundlagen der frühen Entwicklung der Körperwahrnehmung und Koordination sowie einen Blick auf Kompensationsstrategien der Betroffenen. Die Therapie setzt an den Füßen an, mit intensiver Berührung und spielerischen Übungen. Sie ist entwicklungsneurobiologisch orientiert und neurophysiologisch an das Castillo Morales®-Konzept angelehnt.
Das Seminar richtet sich an pädiatrisch tätige Ergotherapeuten, an Physiotherapeuten im Bereich Frühförderung und an Heilpädagogen, die mit Menschen mit Mehrfachbehinderung und deren medizinischen Problemen vertraut sind. Ein anatomisches Grundwissen zum Skelett und der Muskulatur ist wünschenswert.
Die im Seminar vermittelten neuromuskulären Übungen zu Körperschema, Koordination und posturaler Kontrolle können von der Säuglingsphase bis ins Schulalter angewendet werden, bei Menschen im Autismus-Spektrum und mit Mehrfachbehinderungen auch noch im Jugend- und Erwachsenenalter.