Trinken und Essen bei Menschen im Autismus-Spektrum
Seminarbeschreibung
Dieser innovative und zugleich empathische Ansatz unterstützt Fachkräfte darin, Freude an der Kommunikation zu wecken, Interaktion zu fördern und einen Weg zur Sprache zu bahnen. Durch das Erkennen und Verstehen der autistischen Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung werden Brücken zwischen Wahrnehmung, emotionaler Regulation und Kommunikation geschlagen. Der ganzheitliche Ansatz erleichtert den Zugang zur Kommunikation über Berührungen, Bewegungen und unterschiedliche Sinneswahrnehmungen, besonders bei Menschen mit tiefgreifenden Entwicklungsstörungen und Wahrnehmungsbesonderheiten.
Besonderheiten
- Ressourcenorientierter, körpernaher Therapieansatz
- Gezielte Impulse zur Verbesserung der Wahrnehmung und Stressregulation
- Fokus auf Modalitätenwechsel und individuelle Ansprache
- Geeignet für Menschen mit Autismus, Down-Syndrom, ADHS, Mehrfachbehinderungen und anderen tiefgreifenden Entwicklungsstörungen
- Hilfreich auch für Jugendliche und junge Erwachsene
Lerninhalte
Die Teilnehmenden lernen, sensorische und motorische Herausforderungen zu erkennen und mit wahrnehmungsorientierten Impulsen eine entspanntere Nahrungsaufnahme zu ermöglichen. Es werden konkrete Hilfen vermittelt, um eine nährstoff- und variantenreiche Ernährung ohne Druck zu fördern und Genuss beim Essen wieder erfahrbar zu machen.
Aufbau
Einleitung zum Thema Autismus und Wahrnehmung, Klärung wichtiger Begriffe wie Hypersensibilität, Hyposensibilität, impulssuchend, impulsvermeidend, Monowahrnehmung, Polywahrnehmung. Differenziertes Erörtern der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche und deren Bedeutung für die Nahrungsaufnahme sowie gezielte Impulssetzung zur Verbesserung der Wahrnehmung und Nahrungsaufnahme.