Unterstützte Kommunikation 360° – Praxis-Seminar für Therapie und Pädagogik
Was ist unterstützte Kommunikation – und für wen?
Unterstützte Kommunikation (UK) umfasst alle Methoden, Strategien und Hilfsmittel, die Menschen ohne oder mit stark eingeschränkter Lautsprache beim Kommunizieren unterstützen – von Gestik und Symbolkarten über Kommunikationstafeln bis hin zu Talker-Systemen und Augensteuerung. Das Seminar richtet sich an Logopäd:innen, Ergotherapeut:innen, Physiotherapeut:innen, heilpädagogische Fachkräfte, Lehrer:innen und Mitarbeitende in Wohneinrichtungen, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit z. B. Autismus-Spektrum-Störungen, geistiger Behinderung, neurologischen Erkrankungen oder komplexen Behinderungen arbeiten.
Inhalte: Arten von Hilfsmitteln, Diagnostik & Beantragung
Im Seminar bekommst du einen strukturierten Überblick über zentrale Formen der UK: körpereigene Kommunikation (Blick, Mimik, Gebärden), nicht-elektronische Hilfsmittel (Symbolkarten, Kommunikationsbücher, Tafeln) und elektronische Kommunikationshilfen mit und ohne Sprachausgabe (Apps, Talker, Augensteuerung). Du lernst Grundlagen der Diagnostik kennen – z. B. Einschätzung des kommunikativen Entwicklungsstandes, Beobachtung im Alltag, strukturierte Testverfahren und Hilfsmittel-Erprobung – und erfährst, welche Informationen für eine fundierte UK-Empfehlung wichtig sind.
Hilfsmittelbeantragung
Du erfährst Schritt für Schritt, wie eine Kommunikationshilfe über die Krankenkasse beantragt wird – von der ärztlichen Verordnung über deine fachliche Stellungnahme und das UK-Gutachten bis hin zum Kostenvoranschlag des Hilfsmittelanbieters. Zudem erhältst du viele Praxistipps zur Umfeldarbeit: Wie du Angehörige, Schule, Kita oder Wohngruppe ins Boot holst, wie Modelling im Alltag funktioniert und wie du UK nachhaltig in Therapie und Pädagogik verankerst.
Dein Praxisnutzen
Du gehst aus dem Seminar mit konkreten Ideen, Vorlagen und Formulierungsbeispielen, die du direkt in deiner Therapie, im Unterricht oder in der Gruppenarbeit einsetzen kannst – von ersten Symbolen bis zum alltagstauglichen Kommunikationssystem. Du gewinnst Sicherheit bei Fragen wie: „Für wen ist welche Lösung sinnvoll?“, „Wie starte ich praktisch?“ und „Wie begleite ich das Umfeld, damit UK wirklich genutzt wird?“.