Mund-, Ess- und Trinktherapie (MET) im Kindesalter
Begleitung und Sicherheit im Umgang mit Eltern und Kindern mit Orofazialstörungen
Lerne, wie Fütterstörungen zustande kommen und welche verschiedenen Formen es gibt. Erhalte einen Überblick über konkrete Therapiemöglichkeiten, Gestaltungsmöglichkeiten von Therapien und wie du deine Sicherheit in der Elternberatung und im Umgang mit füttergestörten Kindern stärkst. Erfahre, wie eine Videobeobachtung und -beratung durchgeführt wird.
Diese Vorstellung der Methode ist sehr gut anwendbar bei starker oraler Abwehr, Sondenentwöhnung und allen mundmotorisch bedingten Störungen der Nahrungsaufnahme bei Kindern mit Entwicklungsstörungen. Dieses Seminar ist stark praxisorientiert.
Aufbau
- Definition
- Physiologie von Mundfunktionen - Selbsterfahrung, physiologische Muster als Grundlage für die Therapie
- Ursachen von Mundfunktionsstörungen
- Symptomatik - Videoanalyse, um den „diagnostischen Blick“ zu schulen
- Mundstimulation bei Sensibilitätsproblemen - z.B. bei Zustand nach Dauersondierung, starker oraler Abwehr
- Prinzipien der Stimulation
- Mundtherapie nach Margret Rood und Gertraud Fendler
- Eß- und Trinktherapie nach Helen Müller - gegenseitiges Füttern und Anreichen von Flüssigkeiten
- Auswirkungen von Tonus und Haltung auf das Essen (Prinzipien nach Bobath)
- „Tupperparty“ in Sachen Hilfsmittel beim Füttern: Vorstellung und Bewertung verschiedener Löffel und Becher
- Anbahnung von Kauen und Schlucken
- Anbahnung von Saugen
- Vorstellung verschiedener Sauger
- Essensverweigerung als Ausdruck einer frühen Beziehungsstörung zwischen Mutter und Kind
Gut zu wissen
In den Fortbildungen FKE und FST wird der interaktionelle Ansatz bei Störungen der Nahrungsaufnahme vorgestellt und ergänzt MET.
Bitte zum Seminar folgendes bereit halten: Kekse, kleine Kinderzahnbürste mit geraden Borsten, Zahnputzbecher, Handtuch, kleiner Kinderfütterlöffel, Joghurt, kleiner Kindertrinkbecher, Getränk oder Wasser, falls vorhanden Babypuppe, Babytrinkflasche mit Sauger.
Dieses Seminar ist stark praxisorientiert, ein entsprechender Literaturtisch samt Literaturliste gehören ebenfalls dazu.