Kommunikation in der Therapie – Anerkanntes CCS-Therapeuten Modul
Background
Effektive Kommunikation mit dem Patienten bildet die Grundlage für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zum Therapeuten und trägt maßgeblich zum Behandlungserfolg bei. Zugleich kann der Therapeut die Zeit mit dem Patienten effizienter nutzen und ihn besser in den Behandlungsprozess einbinden.
Kursbeschreibung
Im physiotherapeutischen Praxisalltag begegnen wir vielfach Patienten mit komplexen Beschwerdebildern wie Kopfschmerzen, Schwindel oder craniomandibulärer Dysfunktion, die unterschiedlichen Einflussfaktoren unterliegen. Die Begleitung und Führung dieser Patienten fordert vom Therapeuten ein hohes Maß an Fachwissen, Empathie und sozial-kommunikativer Kompetenz. In der Ausbildung von Therapeuten spielen diese Fähigkeiten bislang nur eine untergeordnete Rolle.
In dem zweitägigen Kurs erfahren Sie, wie Kommunikation den Behandlungsprozess unterstützt und werden in die Lage versetzt, unterschiedliche Kommunikations- und Fragetechniken in der Interaktion mit dem Patienten einzusetzen. In praktischen Übungen lernen Sie unter anderem, wie Sie empathisch und lösungsorientiert Anamnesegespräche zur Eingrenzung von Beschwerdeursachen gestalten, wie Sie herausfordernde Gespräche mit Patienten meistern und wie Sie eine authentische Haltung entwickeln, um als Experte, Berater und Trainer wahrgenommen und anerkannt zu werden.
Lernziele
- Anamnesegespräche auch unter Zeitdruck empathisch und lösungsorientiert gestalten, um Beschwerdeursachen in ihrer Gesamtheit zu erkennen
- Unterschiedliche Patiententypen mit ihren individuellen Bedürfnissen erkennen und sie aus einer klaren Position als Therapeut begleiten
- Erfolgreich herausfordernde Gespräche mit Patienten, Angehörigen und Ärzten führen
- Selbstsicher und überzeugend in der Funktion als Experte und Berater gegenüber Patienten und Ärzten den Standpunkt vermitteln
Kursinhalte
- Bedeutung und Wirkung von Kommunikation im Therapeut-Patienten-Verhältnis verstehen
- Kennenlernen relevanter kommunikationspsychologischer Modelle wie Kommunikationsquadrat, Werte- und Entwicklungsquadrat, Inneres Team, Riemann-Thomann-Modell, Situationsmodell / Doppelbauchmodell
- Erlernen und Anwendung der Methode des systemischen Fragens: Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen, Vor- und Nachteile beider Fragentypen, Ressourcenorientierte Beratung: Problem vs. Lösungsorientierung, Anwendungsfelder und Transfer in die Praxis
- Konstruktive Gesprächsführung: zentrale Kompetenzen für erfolgreiche Gesprächsführung, Methoden zur strukturierten Vorbereitung herausfordernder Gespräche, Technik des aktiven Zuhörens, Interventionsmethoden zur Gesprächssteuerung, eigenen Standpunkt entwickeln und überzeugend vertreten
Kursumfang
2 Tage, 16 Unterrichtseinheiten
Fortbildungspunkte
16 Fortbildungspunkte