Das Kind im Autismusspektrum – Das Basissinn-Konzept als Möglichkeit für Kontaktaufnahme, Dialog und die kindliche Selbstregulation
Inhalt dieser Weiterbildung
Kinder im Autismusspektrum zeigen Besonderheiten in ihrer Wahrnehmung und in ihrer sozialen Interaktion und Kommunikation. Erkennbar ist das an sehr individuellen Strategien, sich Entwicklung und Lernen zu erarbeiten. Insbesondere ist es diese ganz spezielle Wahrnehmungsverarbeitung, die das (häufig als provokant oder verweigernd empfundene) Verhalten des autistischen Kindes prägt. Somit ist das Erkennen und Wertschätzen individueller Wahrnehmungsbesonderheiten eine naheliegende, bewährte Möglichkeit, nicht nur für Kontaktaufnahme und Dialog, sondern auch für das Ermöglichen kindlicher Selbstregulation und die optimale Entfaltung von Entwicklungspotentialen.
Als besonders erfolgversprechend erweisen sich diesbezüglich unsere drei Basissinne: das taktile System, der Gleichgewichtssinn und die Tiefensensibilität. Im Fokus dieses Seminars stehen die Vermittlung und das Selbsterfahren von Inhalten, die zum besseren Verständnis für (schwierige) Verhaltensweisen und (sinnvolle) Lösungsstrategien betroffener Kinder beitragen.
Zunächst werden theoretische Grundlagen zum aktuellen Stand der Autismusforschung und die Grundlagen des Prozesses der Sensorischen Integration präsentiert. Die Bezugnahme zu reizsuchendem und reizvermeidendem kindlichem Verhalten auf Grundlage des Basissinn-Konzeptes leitet uns für das gemeinsame Erarbeiten entwicklungsorientierter Umgangs-, Handlungs-, Förder- und Therapiemöglichkeiten.
Methoden
Präsentation, Vortrag, Arbeitsgruppen, Wahrnehmungsselbsterfahrungen, Austausch, Filmausschnitte. Es besteht die Möglichkeit von Kindbesprechungen (unter Wahrung der Anonymität).