Lese-Rechtschreibstörungen bei Kindern
Inhalt dieser Weiterbildung
Lese-Rechtschreibstörungen basieren auf einer Vielzahl von ätiologischen und mitbedingenden Faktoren, darunter auditive und visuelle Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen sowie diverse neuropsychologische Störungen. Für ein effektives therapeutisches Vorgehen sind Kenntnisse über diese Faktoren und spezifisches Wissen über Lese-Rechtschreibleistungen notwendig.
Die Weiterbildung umfasst Definition, Symptomatologie, ätiologische und mitbedingende Faktoren, Konzepte der Legasthenieforschung, Entwicklung von Lese-Rechtschreibfertigkeiten, Behandlung und Therapie von Vorläuferkompetenzen wie phonologische Bewusstheit und Graphem-Phonem-Korrespondenz, Befundung von Lesefertigkeit, Leseverständnis und Rechtschreibleistung mit Screenings und standardisierten Verfahren (z. B. ELFE 1-6, ZLT-II, WRT-Reihe), therapeutische Interventionsmöglichkeiten mit silben- oder morphemorientiertem Training, metakognitiven Maßnahmen sowie PC-gestütztem Training. Es werden diverse Trainingsprogramme vorgestellt, darunter das ELFE-Training und die Symbolgeleitete-orthografische Trainingsmethode (SOT).
Die Weiterbildung ist Teil der Qualifizierungsmaßnahme zum "Fachtherapeut Schule", die aus fünf Modulen besteht. Alle Module sind in sich abgeschlossene Fortbildungen und können unabhängig voneinander belegt werden. Die Module umfassen Lese-Rechtschreibstörungen, Rechenstörungen, grafomotorische Störungen, Schulkinder mit Aufmerksamkeitsstörungen sowie Lern- und Gedächtnisstörungen.
Ziel ist es, diagnostische Verfahren und Trainingsprogramme systematisch anzuwenden, individuelle Trainings- und Beratungsinhalte zu entwickeln und die Qualität von Evaluation, Behandlung und Beratung von Schulkindern sowie Eltern und Lehrern zu verbessern.