Das Kindliche Gehirn – Ein Lernendes, Formbares und Sensibles Entwicklungsorgan
Inhalt
Das Seminar behandelt die Entwicklung des kindlichen Gehirns als lernendes und sensibles Organ. Es werden biologische, emotionale, soziale und umweltbezogene Einflüsse auf Entwicklung, Aufmerksamkeit, Regulation und Wohlbefinden betrachtet. Schutzfaktoren wie Bindung, Schlaf, Bewegung, Ernährung, Spiel, Natur und soziale Sicherheit stehen im Mittelpunkt. Belastungsfaktoren wie chronischer Stress, Schlafmangel, Reizüberflutung, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Entzündungen und übermäßige Mediennutzung werden ebenfalls thematisiert.
Grundlagen und Schutzfaktoren
- Entwicklung von Nervenzellen, Synapsen und neuronalen Netzwerken
- Neuroplastizität, sensible Entwicklungsfenster und BDNF
- Reifung des präfrontalen Cortex und Bedeutung für Impulskontrolle, Planung, Aufmerksamkeit und Selbststeuerung
- Sichere Bindung, Co-Regulation und verlässliche Bezugspersonen
- Schlaf, stabile Tagesrhythmen, Bewegung, freies Spiel und Naturerfahrungen
- Sprache, Kreativität, Musik, soziale Interaktion und altersgerechte Herausforderungen
Ernährung, Darm und Gehirn
- Darm-Gehirn-Achse, Mikrobiom, Immunsystem und Entzündungsprozesse
- Zusammenhänge zwischen Verdauung, Energie, Stimmung, Konzentration und Reizverarbeitung
- Brainfood mit Proteinen, gesunden Fetten, komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen
- Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Zink, Magnesium, Vitamin D, Jod und B-Vitamine
- Stabile Mahlzeitenrhythmen, Flüssigkeitszufuhr und Blutzuckerregulation
Medien, Beschwerden und Praxistransfer
- Dopamin, Motivation, Belohnungssystem und schnelle digitale Belohnungen
- Gaming, soziale Medien, Aufmerksamkeit, Impulsivität und Frustrationstoleranz
- Bildschirm- und Kunstlicht, Melatonin, Schlafqualität und Medienroutinen
- Migräne, Bauchmigräne, Darmerkrankungen und mögliche Auslöser
- Stress, unregelmäßiges Essen, Flüssigkeitsmangel, Licht, Lärm und Bildschirmzeit
- Schutz- und Risikofaktoren-Check, Medien- und Lichttagebuch sowie Brainfood-Reflexion
- Bewegungsplan und ganzheitliche Bearbeitung konkreter Fallbeispiele
Das Seminar vermittelt eine ressourcenorientierte und nicht stigmatisierende Haltung und ersetzt keine medizinische Diagnostik oder Therapie.