Stresskompetenz in Führungspositionen
Stress verstehen und individuell einordnen
Ausgangspunkt der Weiterbildung ist die Annahme, dass Stress nicht allein durch objektive Ereignisse entsteht, sondern wesentlich von deren individueller Bewertung beeinflusst wird. Mithilfe des Modells der Stressampel werden äußere Stressoren, persönliche Stressverstärker und daraus entstehende Reaktionen untersucht. Die Teilnehmenden reflektieren ihr eigenes Verhalten, erarbeiten Lösungsansätze und entwickeln ein persönliches Stressverstärkerprofil.
- Stressbiologie und Stressampel: vom Stressor zur Stressreaktion
- Stressübertragung zwischen Führungskraft und Team sowie Auswirkungen auf die Performance
- Einordnung des individuellen Stressniveaus und klassischer Symptome
- Persönliche Stressverstärker wie Perfektionismus oder Kontrollstreben erkennen und entschärfen
- New Work, Digitalisierung, VUCA, Technostress und Entgrenzung als zusätzliche Belastungsfaktoren
Strategien für Stresskompetenz und Regeneration
Die praktischen Übungen orientieren sich am Drei-Säulen-Modell nach Kaluza. Instrumentelle, mentale und regenerative Ansätze werden miteinander verbunden. Dabei geht es sowohl um die Organisation des Arbeitsalltags in einer Sandwichposition als auch um wirksame Stressantagonisten und Strategien für akute Drucksituationen.
- Instrumenteller Ansatz: Ressourcenaufbau, Selbstbehauptung, Prioritätensetzung und Fokusübungen
- Energiefresser und Energiespender im beruflichen Alltag unterscheiden
- Mentaler Ansatz: innere Antreiber und stressverschärfende Denkmuster identifizieren
- Regenerativer Ansatz: Blitzerholung, Breathwork, bewusste Freizeitgestaltung und erholsamer Schlaf
- 4xA-Strategie beziehungsweise Quart-A-Methode für akute Notfälle
- Erfahrungsaustausch und Transferaufgabe für den Führungsalltag
Nutzen des Seminars
Die Teilnehmenden entwickeln Ansätze zur Stärkung ihrer Resilienz und zu einer souveränen, gesundheitsbewussten Führung. Wer den eigenen Stress sicherer reguliert, kann im Sinne des Crossover-Effekts als positives Vorbild auf das Team wirken. Das Yerkes-Dodson-Gesetz unterstützt dabei, das persönliche Aktivierungsniveau im Hinblick auf eine nachhaltige Leistungsfähigkeit einzuordnen. Ziel ist es, äußere Umstände nicht nur passiv zu erleben, sondern Gesundheit, Arbeitsorganisation und Leistungsfähigkeit aktiver zu gestalten.
Im Kurspreis enthalten: Das Fachbuch „Gelassen und sicher im Stress“ ist im Kurspreis inbegriffen.